Erneuerbare Energien auch im Rhein-Sieg-Kreis entschlossen fördern

Auch der Rhein-Sieg-Kreis muss ernst machen mit der Förderung erneuerbare Energien, fordern Peter-Ralf Müller, Fraktionsvorsitzender und Landratskandidat und Gerhard Diekmann, abfall- und wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. Sie wollen eine Initiative für die entschlossene Nutzung von Bioenergie. Die Region könne nicht nur ein guter Gastgeber für eine internationale Konferenz sein, die Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Bonn eingeladen habe, sondern müsse jetzt selber Taten folgen lassen. Die SPD-Kreistagsfraktion hat eine Anfrage eingebracht, um die Potentiale in der Region zu erfragen, die für eine Bioenergienutzung infrage kommen.

Gleichzeitig fordern sie in einem Antrag eine Initiative für eine gemeinsame Umset-zung der Biomassenutzung im Rhein-Sieg-Kreis zu starten, unter Beteiligung der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Rhein-Sieg Kreises, der örtlichen Landwirtschaft, des Ernährungsgewerbes, des Bundesverbandes für erneuerbare Energien und der Kreisverwaltung. Dabei sollen auch neueste Ergebnisse von Wissenschaftlern aus der Region, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. und von Praktikern einbezogen werden.

Gerade eine wirtschaftlich starke Region müsse aus ihrer Stärke auch eine Verantwortung für eine erfolgreiche Umsetzung von alternativen Strategien der Energiegewinnung aus Biomasse erwachsen, betonen Müller und Diekmann.
Mit der Nutzung von Bioenergie aus Biomasse entstünden Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Gleichzeitig werde mit der Nutzung von Bioenergie
ein zukunftsnotwendiger Beitrag zu Alternativen zum Öl und Erdgas erbracht.
Aber auch der Klimaschutz profitiere.
Besonders begrüßen würden die SPD-Politiker Müller und Diekmann, wenn gerade hier die regionale Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn Früchte zeige.

Eine Biogasanlage werde z.B. in Wittmund von 70 Vertragslandwirten betrieben mit einem Stammpersonal von 10 Mitarbeitern ohne Beteiligung des Kreises oder der Stadt.