Verkehrsprobleme der Region im Konsens lösen

Der Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion, Sebastian Hartmann, und der Vorsitzende der SPD Ratsfraktion Königswinter, Jürgen Kusserow, nehmen zum aktuellen Schlagabtausch der CDU- und SPD-Abgeordneten in Bonn und Rhein-Sieg-Kreis zum Thema "Verkehrspolitik in der Region" Stellung: "Wir brauchen eine ehrliche Bestandsaufnahme der Verkehrssituation unserer Region. Dies umfasst die objektive Darstellung der örtlichen Belastungen und etwaiger Entlastungsmöglichkeiten. Hierzu zählen wir insbesondere die Veröffentlichung des regionalen Verkehrsgutachtens, um auf Basis dann öffentlich verfügbarer Fakten im Dialog mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern einen regionalen Verkehrskonsens herbeizuführen."

Sebastian Hartmann: "Wir unterstützen die Forderung nach dreispurigem Ausbau der A 565 und der A 59, der vor allem von unseren Bonner Parteifreunden vehement eingefordert wird. Diese Maßnahme wird auch für weite Teile des Kreisgebiets deutliche Entlastungswirkungen bedeuten. Festzuhalten ist, dass viel zu lange auf unrealistische und heute unbezahlbare Großprojekte wie die Südtangente gesetzt wurde. Ebenso lange gilt es, die besondere Situation im Raum Bad Honnef/Königswinter endlich zu lösen, anstatt sich lokalpolitisch immer wieder nach den gleichen Ritualen zu beharken."
Jürgen Kusserow erinnerte an die jüngsten Veränderungen im Nahverkehrsnetz seitens des Rhein-Sieg-Kreises und zusammengestrichener Buslinien in Königswinter: "Wir brauchen eine vernünftige Debatte aller Entlastungsmöglichkeiten, die sich unserer Region bieten. Die Veröffentlichung des Gutachtens ist ein guter Anlass, diese überfällige Diskussion auf Basis von Fakten statt auf Basis von Vorwürfen zu führen. Der öffentliche Nahverkehr wird nur einen Teil der Verkehrsprobleme unserer Region lösen können. Es ist nicht hinnehmbar, dass noch nicht einmal im Kreistag Mehrheiten für ein angemessenes Busliniennetz in Königswinter existieren. Stattdessen wurden noch vor wenigen Wochen Kürzungen beschlossen. Jenseits des massiven Ausbaues des ÖPNV muss unter enger Beteiligung der Stadt Bonn der Verkehrsfluss im Siebengebirgsraum anders gelenkt werden. Alles andere wird an der inakzeptablen Situation nichts ändern."