Vorstand Jusos Rhein-Sieg 2018

Jusos Rhein-Sieg wählen neuen Vorstand und fordern das „Ticket für alle“

Auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Troisdorf wählten die Jusos Rhein-Sieg einen neuen Kreisvorstand.

An der Spitze der SPD-Jugendorganisation im Rhein-Sieg-Kreis steht weiterhin Mario Dahm (28) aus Hennef. Zum neuen Kreisgeschäftsführer wählten die Jusos Nils Suchetzki (21) aus Königswinter. Die in der Zwischenzeit zur Vorsitzenden der Hennefer SPD gewählte Hanna Nora Meyer trat nicht mehr als Geschäftsführerin an. Den Vorstand komplettieren die Beisitzerinnen und Beisitzer: Loubna Aharchi (Bornheim), Otis Henkel (Wachtberg), Lena Kilian (Eitorf), Hanna Nora Meyer (Hennef), Tim Romankiewicz (Meckenheim), Michael Richter (Sankt Augustin), Luise Knobloch (Troisdorf), Lena Marxmeier, Niklas Fauteck (Lohmar), Abdullah Kirli, Anna Neßhöver und Lukas Wagner (Siegburg).

Zufrieden zeigten sich die Jusos mit dem Zuwachs an Mitgliedern. „Wir werden uns nun auf die Kommunalwahl in zwei Jahren vorbereiten, damit wir mit klaren politischen Ideen und möglichst vielen jungen Kandidatinnen und Kandidaten antreten. Die chronisch überalterten Räte müssen verjüngt werden, um auch die Interessen junger Menschen in den Blick zu nehmen“, erklärt der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm.

 

 

Außerdem beschlossen die Jusos die Forderung nach einem „Ticket für alle“ im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Damit sollen Bus und Bahn für einen Euro am Tag und 365 Euro im Jahr genutzt werden können. So können Staus und Schadstoffbelastung reduziert und Mobilität für alle sichergestellt werden. Kritik hagelte es für das ÖPNV-Modellprojekt des Bundes in Bonn. „Das geplante Klimaticket der Stadt Bonn ist eine Mogelpackung. Statt einer wirklichen Verbesserung im Tarif gibt es nur eine Umstiegsprämie ausschließlich für Neukunden in Bonn. Treue ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzer sowie alle benachbarten Städte und Kreise profitieren überhaupt nicht. Gerade die ländlichen Gebiete werden doppelt benachteiligt. Für ein vergleichsweise schlechtes Angebot muss weiter ein teurer Preis bezahlt werden. Bonn kriegt das Klimaticket, die anderen die ‚Bus-Arschkarte‘. Hier werden Chancen für die Mobilität in der gesamten Region leider nicht genutzt“, kritisieren Dahm und Suchetzki das kürzlich präsentierte Konzept.

Außerdem sprach sich die Juso-Mitgliederversammlung für eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf 12 Euro aus, um den steigenden Lebenshaltungskosten in Ballungszentren Rechnung zu tragen und Altersarmut effektiv zu verhindern.